Trend zu Preissteigerungen
Die Baugenehmigungen in Bayern waren im vergangen Jahr stark rückläufig. Die steigende Anzahl der Haushalte und der Bedarf an Wohnfläche pro Person wirkt sich bereits jetzt als verstärkte Nachfrage nach Mietwohnungen in Würzburg aus. Zeitversetzt wird sich dies auch auf die Kaufpreise von Wohnimmobilien auswirken.
Das gilt allerdings hauptsächlich für den Stadtbereich Würzburg, der von dem anhaltenden Trend zum Wohnen in der Stadt profitiert. Bedingt durch diese Entwicklung werden in den Randgemeinden die Preise für Wohnimmobilien nachgeben..
Durch den Entfall der Eigenheimzulage konzentriert sich die aktuelle Nachfrage auf kostengünstige Einfamilienhäuser im Preisbereich von € 190.000,- bis 210.000,-. In den bevorzugten Wohnlagen Frauenland und Dallenberg liegen die Durchschnittspreise zwischen 385.000,- und 580.000,- Euro. Besonderen Augenmerk legen Kaufinteressenten bei der Angebotsprüfung auf die Höhe der Betriebskosten, anstehende Reparaturen und sinnvolle Maßnahmen, die den Energiebedarf der Immobilie senken.
Gebrauchte Eigentumswohnungen in den dafür typischen Wohngebieten wie Sanderau, unteres Frauenland, vordere Zellerau und Grombühl liegen im Durchschnitt bei € 1.450 pro Quadratmeter bei steigender Nachfrage.
Neubau - Eigentumswohnungen in der Würzburger Innenstadt sind gesucht und es werden weiterhin Preise von € 2.700,- bis € 3.000,- bezahlt. Der Trend zurück in die Stadt gilt generell bei der Nachfrage nach Eigentumswohnungen.
Bei weiter anhaltender Wohnungsnachfrage, verbunden mit einem steigenden Zinsniveau, werden die Preise im Würzburger Immobilienmarkt steigen.
Roland Reinhart
Immobilienkaufmann
Mitglied im Gutachterausschuss der Stadt Würzburg
Dozent Immobilien Marketing FH Würzburg-Schweinfurt